Neue Kund:innen, faire Preise und stabile Lieferketten: eat (Ernährung Außerhaus Transformieren“) ist ein Verbundprojekt der Stadt Oldenburg, der Landkreise Oldenburg & Wesermarsch, des Ernährungsrates Oldenburg sowie der Regionalwert AG Bremen und Weser-Ems. Eat zeigt, wie regionale Landwirtschaft und Gemeinschaftsverpflegung erfolgreich vernetzt werden. Beim Besuch von Bundesminister Alois Rainer (BMLEH) in der Baumhaus Werkstatt gGmbH am 20. April 2026 in Oldenburg  wurde deutlich: EAT schafft konkrete Mehrwerte für Erzeuger:innen, Verarbeiter:innen und Aktionär:innen – und stärkt die regionale Wertschöpfung. Auch Landrat Dr. Christian Pundt, MdB Stephan Albani und Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann waren bei dem Besuch vor Ort.

 „Es ist wichtig, dass wir uns in unserer Region eng austauschen und zusammenarbeiten. Nur so bekommen wir unsere tollen regionalen Produkte in die Küchen vor Ort – und davon profitieren letztlich wir alle.“ Jürgen Krogmann, Oberbürgermeister

Die Gäste erhielten eine Führung durch die Bio-zertifizierte Küche der Baumhaus Werkstatt und durften auch selber fleißig schnippeln. Küchenleiterin Petra Lucas erklärte, wie der Betrieb den Anteil regionaler und ökologischer Lebensmittel erhöht hat unterstützt durch die Küchenberatung Tina Hinderlich von EAT.

„Mit unserem Modellregionenwettbewerb sorgen wir dafür, dass in der Gemeinschaftsverpflegung ein ausgewogenes, möglichst regional verankertes Essen auf die Teller kommt.“Alois Rainer, Bundesminister für Ernährung & Landwirtschaft

(v.l.): Karin Janwlecke (eat, Öffentlichkeitsarbeit), Kristin Laurenz (eat, Bildungsreferentin), Nils Marscheider (eat, Projektkoordinator), Eike Frahm (Hof Grummersort), Susanna Suhlrie (Regionalwert AG Bremen & Weser-Ems), Dr. Christian Pundt (Landrat des Landkreises Oldenburg), Bundesminister Alois Rainer, Bettina Unruh (Baumhaus Werkstatt gGmbH), Judith Busch (eat, Projektkoordinatorin), Jutta Benken (eat, Aufbau von Wertschöpfungsketten), MdB Stephan Albani, Tina Wagner-Hinderlich (eat, Beratung für Küchen der AHV), Petra Lucas (Baumhaus Werkstatt gGmbH, Küchenleitung), Jürgen Krogmann (Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg)

Titelbild und Gruppenfoto © Hauke-Christian Dittrich

Wie die Regionalwert AG neue Absatzwege erschließt

Das Projekt „EAT – gemeinsam, regional, genießen“ ist ein Leuchtturmprojekt des Modellregionenwettbewerbs ‚Besser essen in der Region‘. Die Regionalwert AG Bremen & Weser-Ems treibt hier die Vernetzung von Erzeuger:innen und Küchen voran – mit messbarem Erfolg. Die Baumhaus-Küche kauft nun zum Beispiel Produkte bei unserem Partnerbetrieb Hof Grummersort ein.

„Die direkte Zusammenarbeit mit Küchen vor Ort ist für uns ein großer Gewinn.  Genau solche Partnerschaften brauchen wir für eine zukunftsfähige Landwirtschaft.“Eike Frahm, Hof Grummersort 

Die Regionalwert AG Bremen & Weser-Ems setzt sich seit Jahren für nachhaltige, regionale Wirtschaftskreisläufe ein. Mit eat wird dieser Ansatz konkret:

✅ Neue Absatzmärkte für Erzeuger:innen: Durch die Vernetzung mit Küchen entstehen langfristige Abnahmegarantien – ein wichtiger Baustein für die Wirtschaftlichkeit regionaler Betriebe.

✅ Stärkung der regionalen Wertschöpfung: Jeder Euro, der in regionale Lebensmittel fließt, bleibt in der Region – und kommt so auch Aktionär:innen und Partnerbetrieben zugute.

✅ Gesunde Ernährung für alle: Durch die Einbindung von Kitas, Krankenhäusern und Kantinen wird ökologisches, regionales Essen für immer mehr Menschen zugänglich.

✅Digitale Angebote sollen Küchen den Umstieg erleichtern: Im Juni startet der B2B-Marktplatz Regiothek. Betriebe können sich schon registrieren.

 

Unsere Projektkoordination: Bildung als Schlüssel zum Erfolg

Die Regionalwert AG Bremen & Weser-Ems bringt pädagogisches Know-how in das Projekt ein:

Projektkoordinatorin Kristin Laurenz ist für uns im eat Projekt für die Bildungsarbeit zuständig. Sie evaluiert Spiele & Materialien und gibt spannende Workshops, die Kinder und Erwachsene für regionale Ernährung begeistern.

Unser Ziel: Durch Bildungsarbeit in Schulen und Kitas wird Nachhaltigkeit von klein auf vermittelt und so langfristig die Nachfrage nach regionalen Produkten gesteigert. Auch Eltern und Erzieher:innen werden zu Multiplikator:innen für nachhaltige Ernährung. Und unser Engagement lohnt sich: Die Workshops werden gut nachgefragt. So kann Kristin nachhaltig Bewusstsein für gesunde Ernährung schaffen. 

„Ich finde es wichtig, dass ein Umdenken und Umhandeln in der breiten Masse ankommt, damit wirklich und langfristig Veränderung in Bewegung kommt! Ich freue mich, dass wir durch eat die vielen wertvollen, bereits bestehenden Informations- und Bildungsangebote bekannter machen können.“Kristin Laurenz, Bildungsangebote bei eat

 Wer mehr über unsere Bildungsarbeit bei eat erfahren möchte ➡️ Kristin Laurenz stellt sich vor. 

Erkenntnisse aus der Praxis: unsere Handlungsempfehlungen

 Zum Abschluss des Besuchs überreichte das Projektteam sechs zentrale Handlungsempfehlungen an Bundesminister Alois Rainer. Diese basieren auf den Erkenntnissen der letzten drei Jahre Projektarbeit und zeigen, wie die Transformation der Gemeinschaftsverpflegung gelingen kann:

✅ Förderstrukturen ausbauen: Sicherung und Weiterentwicklung bestehender Programme

✅ Beratung und Vernetzung der regionalen Akteur:innen stärken

✅ Rahmenbedingungen für Küchen verbessern: Berücksichtigung der Nachhaltigkeitskriterien

✅Regionale Wertschöpfungsketten stärken: Anschubfinanzierungen & Erzeugerzusammenschlüsse

✅Förderung nachhaltiger und ökologischer Landwirtschaft: Umstellung auf ökologische Landwirtschaft, Gemeinwohlleistungen

✅Förderung tiergerechter Haltungssysteme fördern: Förderung zum Tierwohl-Umbau bei Betrieben

Hier gibt es die Handlungsempfehlungen zum Nachlesen. 

 

Die Hintergründe

EAT ist ein Verbundprojekt der Regionalwert AG Bremen & Weser-Ems, Stadt Oldenburg, Landkreise Oldenburg & Wesermarsch sowie des Ernährungsrat Oldenburg. Gemeinsam haben wir uns 2024 erfolgreich als eines der deutschen Modellregionenprojekte vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat durchgesetzt. Die Projektlaufzeit ist auf 3 Jahre bis zum Herbst 2027 festgesetzt. Das Projekt wird zu 100% vom BMLEH gefördert.

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